Der Unterschied zwischen PartsCloud & Amazon

Der Unterschied zwischen PartsCloud & Amazon

Wie prime. Nur für Ersatzteile. So simpel lässt sich unsere digitale Plattform zu Ersatzteilen für Unternehmen beschreiben. Aber wo hören die Parallelen zwischen PartsCloud und Amazon auf? 

 

Nach der Maxime schnell und billig hat Amazon bereits zahlreiche Einzelhändler aus der Konkurrenz gedrängt. Amazon schlüpft immer mehr in die Rolle eines Monopolisten und scheint einen Wettbewerb auf Augenhöhe nicht mehr möglich zu machen. Dies lässt sich am umwerfenden Argument für die enorm schnell wachsende Kundenschar erkennen – inzwischen gibt es bei Amazon sehr viel mehr als nur Bücher zu kaufen – rund um den Globus ist nach wie vor überzeugend: Man kann sich den eigenen Gang zu Läden und das einhergehende schwere Schleppen sparen. Oftmals haben Einzelhändler das nachgefragte Produkt nicht vorrätig, was wiederum zu langen Bestell- und Lieferfristen führt. Dabei ist die Amazon-Variante sogar kostengünstiger. Dies trifft beispielsweise in fast allen Ländern auf Bücher zu. Deutschland bildet hier, durch die deutsche gesetzliche Buchpreisbindung, noch eine Ausnahme. 

 

Der Onlineversandhändler unterhält in vielen Ländern oft gleich mehrere Lager, in denen besonders gängige Artikel vorgehalten werden – inzwischen sehr viel mehr an Produkten: von Haushaltsartikeln über Kleidung bis hin zu Fernsehern und mehr. Das bedeutet fast immer schneller Versand trotz breit gefächerter Produktpalette.  

Darüber hinaus bietet Amazon Streaming-Diensten, wie Netflix, durch “Prime Video“ Konkurrenz. Ganz nach dem Motto: Klicken. Wählen. Freuen. Und zwar in vielerlei Dimensionen!  

 

PartsCloud: Eine Neuinterpretation von Amazons Geschäftsmodell? 

Angesichts der Glanzseiten Amazons, ist es definitiv kein Nachteil mit dem Marktführer des Online-Handels verglichen zu werden. Um die geschlagene Brücke zwischen uns und Amazon zu verdeutlichen, werfen wir einen Blick auf die gerne übersehenen Faktoren der modernen Wirtschaft. Denn zu dieser gehört auch ihre äußerst feingliedrige Arbeitsteilung: Hersteller kaufen heute die Bestandteile ihrer Produktion sowie die notwendigen Maschinen bei anderen Herstellern ein, während sie ihre Produkte über Zwischen- und Endhändler an die Kunden bringen.  

 

Doch der Prozess ging nicht immer nach diesem Schema von statten: In den frühen Jahren der modernen Industrie befanden sich große Unternehmen üblicherweise in vollkommener Autonomie. Sie stellten viele Bestandteile ihrer Endprodukte selbst her – sogar den elektrischen Strom für ihre Betriebe, Maschinenhallen und sonstige Gebäude produzierten Firmen wie Siemens oder AEG selbst. Hinzufügend hatte jedes funktionierende und profitable Unternehmen ab einer bestimmten Größenordnung seinen eigenen Fuhrpark.  

 

Inzwischen hat sich die Spezialisierung als Erfolg erwiesen. Selbstverständlich auch in der Außenwirtschaft, im weltweiten Handel zwischen entwickelten Industrieländern, weniger fortgeschrittenen Entwicklungsländern oder gänzlich anderen Systemen, wie China. Zu diesem Entwicklungsprozess gehören immer mehr spezialisierte Dienstleister, die zwischen den traditionellen Herstellern oder zwischen Produzenten und Endabnehmern agieren - oft unsichtbar. 

 

27 Jahre nachdem der unter den “Top-5-wohlhabendsten-Menschen-weltweit“ zählende Jeff Bezos Amazon gründete, haben wir bei PartsCloud ein neues Geschäftsmodell entwickelt. Zu unserem Erstaunen verwechseln uns Interessenten und Kunden des Öfteren mit dem Onlineversandhändler. Wir sind aber eigentlich etwas ganz Anderes. Wir verkaufen weder die Produkte von externen Herstellern, noch unterhalten wir eigene Lager für den Versand dieser Fremdprodukte. Im Gegenteil: Wir konzentrieren uns ausschließlich auf ein einziges Marktsegment - das Ersatzteilmanagement. 

 

Unsere Vision 

PartsClouds “Jeff Bezos“, unsere Gründer Benjamin Reichenecker (CEO) und Fabian Gemmecke (COO) sind Ingenieure und haben sich lange mit Maschinenbau sowie der Thematik von Ersatzteilen und Teileverfügbarkeit beschäftigt.  

 

Sie haben erkannt, dass eine funktionierende Ersatzteillogistik und ein service-orientiertes Geschäftsmodell notwendig sind. Im Fokus steht dabei der Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere in Hinsicht auf kleinere und mittelständische Unternehmen. Nur ein geringer Anteil dieser ist groß genug, um das Ersatzteilgeschäft selbst in die Hand zu nehmen. Die meisten deutschen Maschinenbauer, die Sondermaschinen oder Maschinen in kleiner Stückzahl herstellen, haben große Schwierigkeiten den Prozess der Ersatzteil-Logistik professionell durchzuführen. Das Volumen an Sendungen, die zum Kunden gehen, ist nicht groß genug, um sich komplexe Logistik-Konstrukte aufzubauen. 

 

PartsCloud sieht seine Rolle in diesem Umfeld darin, den kleinen und mittleren Maschinenbauern ihren Marktanteil zurückzuerobern, nachdem einige Maschinenbetreiber für eine ungewisse Zukunft keine Ersatzteile mehr einkaufen wollten und nach alternativen Beschaffungsquellen suchten. Komponentenhersteller erkannten die Chance und boten ihre Lagerbestände an – auf der Basis von Volumen und Logistik. Die eventuell benötigten Ersatzteile liegen nicht mehr beim Hersteller auf Halde, sondern werden bei einem Lieferanten eingelagert. Dies führte wiederum zu einem Konkurrenzkampf zwischen verschiedenen potenziellen Lieferanten und zu „Ersatzteil-Piraterie“, mitunter auch zu Qualitätseinschränkungen bei manchen Teilen. 

 

Wir bauen eine geeignete Ersatzteil-Logistik auf. Die Kunden sollen die Möglichkeit erhalten, im Bedarfsfall „on demand“ einzukaufen, was die Assoziation des Geschäftsmodells von Amazon auslöst. Der Lieferant von Ersatzteilen muss seine Logistik so im Griff haben, wie es Amazon im Einzelhandel vorgemacht hat. Ein einzelner kleinerer Maschinenbauer ist nicht in der Lage, eine leistungsfähige Logistik aufzubauen und pro Tag bis zu 100 Ersatzteilsendungen zu erledigen. Dies ist ein komplexer Prozess mit vielen Zwischenschritten: Einlagern der Ware, Lagerhaltung, Auslagern, Verpacken sowie versandfertig machen (inklusive spezifischer Verpackungen), Zoll- und Exporterklärungen, Lieferantenkoordination und Retouren-Management. 

 

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Auf unserer Plattform fassen wir die vielen kleinen Ersatzteillager der Maschinenbauer zusammen und lagern sie über einen Standardprozess in Lagerhäusern ein, die von professionellen Dienstleistern gemanagt werden. Die Teile gehören nach wie vor unseren Kunden, aber wir lagern sie in der Nähe von Fracht-Hubs oder Endkunden. Dabei prüfen wir, welches Warehouse mit seinem Standort und seinen Services zu welchem Kunden passt. Im zweiten Schritt sprechen wir mit Warehousing-Partnern. Mit den Paket-Services verhandeln wir Großkundenpreise, da wir das entsprechende Volumen mitbringen. 

 

Überschneidung mit Amazon 

Vergleichbar mit uns ist der Service "Fulfillment by Amazon" (FBA). Für ECommerce Kunden übernimmt Amazon das komplette Warehousing, Fulfillment, Verpackungs- und Retourenmanagement. Ein vergleichbares Erlebnis bieten wir auch unseren Kunden. 

Nicht zu übersehen ist hier jedoch, dass Amazon 15% des Verkaufspreises für seine Services einnimmt. Unser Preismodell hingegen richtet sich nicht nach dem Verkaufswert der Teile, es ist transaktionsbasiert. 

Außerdem steht Amazon in der Kritik dafür, in manchen Ländern viel zu wenige, wenn nicht sogar gar keine Steuern zu zahlen. Natürlich führt PartsCloud seine Steuern der Umsätze als GmbH nach bestem Wissen und Gewissen in Deutschland ab.  

 

Fazit: Wir bleiben unsichtbar 

Generell wurden hier zwei grundlegend verschiedene Plattform-Modelle miteinander verglichen. Wir sprechen über unsere digitale Plattform eine andere Zielgruppe an als Amazon. PartsClouds Kunden sind Produzenten, keine Konsumenten. Kunden besuchen Amazon, um zum Beispiel das neue iPhone 14 zu kaufen. Niemand kommt auf die PartsCloud-Plattform, um ein Ersatzteil ihres E-Scooters zu kaufen, dieses wird weiterhin beim Hersteller angefordert. Maschinenbauer müssen die direkte Beziehung zu ihren Kunden behalten und möchten dies auch, während der Kunde die Identifikation des Teils anstrebt und den technischen Service nach wie vor über den Maschinenbauer beziehen möchte.  

Die neue Plattform verbindet Produzenten mit Logistikern und nicht Produzenten mit Endkunden. Wir bleiben dabei absolut unsichtbar. Der Kunde weiß vermutlich nicht einmal, dass es uns gibt. 

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